Nach ihrer Österreichischen Jahresbestleistung (5313 P.) im Juli ging Marion als klare Favoritin in den Wettkampf, der allerdings um Einiges spannender wurde als erwartet. Vor allem am 1. Tag musste sie Federn lassen, als mehrkampfmutige Spezialistinnen wie Viki Steinmüller und Sabine Kreiner ihre Sprintqualitäten zeigten. Marions angeschlagener Oberschenkel hielt glücklicherweise den Belastungen stand, aber die unmittelbare Vorbereitung war durch eine erzwungene Pause und Regeneration gekennzeichnet, sodass sie Probleme hatte, die nötige Spannung aufzubauen. Dies zeigte sich prompt beim Hürdenlauf! Ein bisschen zu viel Denken kam auch noch dazu und der verpatzte Anfang war perfekt (nur 15,68). Die restlichen Disziplinen des 1. Tages liefen halbwegs, und Marion zeigte zumindest solide Leistungen: 1,63/11,00/26,90 (bei starkem Gegenwind). So ergab sich am Ende von Tag 1 der etwas beängstigende Rückstand von über 300 Punkten.
Marion nahm sich den bestmöglichen 2. Tag vor, hoffte auf ihre Stärken und begann am Sonntag eine fulminante Aufholjagd. Mit guten 5,45 im Weitsprung war der erste Schritt getan, und die Konkurrenz verlor erstmals – trotz ansprechender 5-Meter-Sprünge – an Boden. Doch das war noch lange nicht genug: ein überlegener Speerwurf musste her, um die Spitze zu erobern und ein bisserl Vorsprung vor der gefährlichen 800m-Läuferin Sabine Kreiner heraus zu holen. Mit 43,54 gelang beides eindrucksvoll. Mit gut 100 Punkten auf der Habenseite konnte sie schließlich in den Lauf starten und schaffte es mit 2.19,05 knapp die Hälfte davon zu behalten. (Sabine zeigte mit 2.11 wieder mal in beeindruckender Weise, dass sie eigentlich vom Langsprint kommt).
Ende gut (nicht alles gut) – aber der 4. Freilufttitel war mit 5097 Punkten perfekt.
Marion dazu: „Ich freue mich sehr über den Titel, vor allem, weil der letzte schon 4 Jahre zurück liegt. Außerdem bin ich stolz darauf, erstmals in einem Jahr in der Halle und draußen gewonnen zu haben. Allerdings gab es heuer auch etwas weniger Konkurrenz als in den letzten Jahren. Herzlichen Dank an Coach Herwig, die gesamte ULC-Mannschaft und die Betreuer sowie die siegreiche Frauenmannschaft im Besonderen.“
Die Saison ist damit jetzt beendet, denn es wird Zeit, ein paar Wehwehchen auszukurieren und auch dem Kopf ein bisserl Urlaub zu gönnen.
An dieser Stelle noch herzliche Grüße an alle unsere Freunde und Fans und an Marions Meisterkollegen Johannes Kuenz, der nun ebenfalls INDOOR und OUTDOOR siegreich war!
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