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Marion im Eiskanal – mit Vollgas zu neuen Speed-Erfahrungen! 26.11.2006

Nachdem es mein wichtigstes Ziel für dieses Jahr ist, schneller zu werden, findet sich im Trainingsplan ziemlich viel Sprint und alles was dazu gehört. Dazu passt auch Bobfahren, bzw. vor allem das Anschieben sehr gut. Vor ein paar Monaten hatte ich noch keine Ahnung davon und mein Kommentar wär wohl gewesen: „Ich bin ja nicht lebensmüde! Und außerdem is mir das entschieden zu kalt!!“. Aber dann kam ganz unverhofft ein Mail von Silke Zeuner, ob ich’s nicht mal probieren möchte – und das ging mir nicht mehr aus dem Kopf. (LA-Fans werden Österreichs erfolgreichste Bob-Pilotin wahrscheinlich noch als Hammerwerferin kennen.)
Gute Anschieberinnen gibt’s hierzulande jedenfalls nicht sehr viele, also hab ich mich in den Zug nach Innsbruck gesetzt und erste Versuche auf der Sommeranschubbahn unternommen. Das war recht witzig und vor allem noch gänzlich unbedenklich, weil man da nur den Start übt und nicht mit mörderischem Tempo durch den Eiskanal fetzen muss. Erste FOTOS gibt’s unter Fotos / Marion / Bob!
Diese Woche ist es dann wie gesagt ernst geworden! Am Mittwoch durfte ich erstmals aufs Eis, hab beim Start gleich lauter Anfängerfehler gemacht und mich schicksalsergeben hinter Silke reingesetzt. :-) Ein bissl flau wird einem schon bei der ersten Fahrt und beängstigend ist es definitiv! Aber Mut hat bei mir sehr viel mit Gewöhnung und dem Gefühl, mich selbst unter Kontrolle zu haben zu tun. (Man kann sich zumindest anklammern im Bob…) Die nächsten Läufe waren daher gar nicht mehr so schlimm. Es fängt an, Spaß zu machen!
In der Olympia-erprobten Bahn in Igls kann ich besonders Kurve 7 empfehlen. Dabei handelt es sich um einen 360°-„Kreisel“, in dem angeblich bis zu 4G auf einen wirken. Man wird jedenfalls ordentlich flach da drinnen! Anfangs ist es nicht so einfach aber doch ziemlich wichtig, den Überblick zu behalten, wo der Bob gerade ist, denn die Anschieberin muss unten auch rechtzeitig die Bremse ziehen, sonst rast man im Auslauf weiter. (Bis in den Wald hab ich mir sagen lassen. – Aber das war vermutlich eine Schauergeschichte für mich Anfänger..)
Punkto Schnelligkeit bin ich recht zuversichtlich, denn unsere Startzeiten haben sich für den Anfang ganz gut entwickelt: PB vorläufig 6“10. Natürlich ist das auch vom Wetter und der Eisbeschaffenheit abhängig. Technisch gibt’s jedenfalls Reserven.
Das ganze Drumherum ist ziemlich aufwändig. Kufen schleifen und montieren, Bob durch die Gegend heben, schieben und transportieren, etc. nimmt viel Zeit in Anspruch, gehört aber schlicht und einfach dazu. Für zwei Starts ist man jedenfalls insgesamt bis zu vier Stunden unterwegs…
Abschließend bleibt mir noch festzustellen, dass ich dankbar für dieses Abenteuer bin (danke Silke, Chrissi, und besonders Claudia und Günter!) und mich auf die ersten Renneinsätze im Jänner schon sehr freue! Ahja und für alle verehrten Homepage-Besucher: Dass da keine Irrtümer aufkommen - ich bin und bleibe in erster Linie Leichtathletin!!

Links zum Thema:

www.damenbob.at
(1. Österr. Damenbob-Verein mit Portraits der Pilotinnen und Anschieberinnen u.v.m.)

www.bobsleigh.com
Internationaler Bob- und Skeletonverband (mit allen Bahnen usw.)

www.bobskeleton.at
Österr. Verband