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Österreichische Vereins-Meisterschaften in St. Pölten 23.05.2009

Für das Highlight sorgte diesmal Marion: 1,66 im ersten Hochsprung der Saison machen echt Lust auf mehr! Ihre Bestleistung liegt nur einen cm höher und wackelte gehörig an diesem Tag.
Die Hürden (15,63) brauchen dafür noch etwas Training und sicherlich auch mehr Wettkampf-Erfahrungen. Auch der Speer wollte diesmal nicht so recht fliegen, was aber nicht nur technischen Mängeln sondern auch dem ungünstigen Rückenwind zuzuschreiben war. 39,66m sind sicherlich nicht das Ende der Fahnenstange und werden beim Top4 (ebenfalls in St. Pölten) am 6.6. garantiert überboten.

Lisi musste sich zu unserem Bedauern auch heuer wieder mit einem Wurf-Tag zufrieden geben, da die Achillessehnen zur Zeit keine Sprünge oder Sprints zulassen. Auch sie stellte beim Speer fest, dass der Wind nicht gerade hilfreich war und haderte zusätzlich noch ziemlich mit der Scheibe: 34,32m Speer und 23,90m Diskus geben ihre wahren Möglichkeiten nicht wieder. Letzteres kann man schließlich auch übers Kugelstoßen sagen, das dennoch deutlich besser gelungen ist: 11,45m und eine sehr konstante Serie sind schon okay. Bleibt nur zu hoffen, dass Lisi ihre Entzündungen doch noch irgendwie anbringt - mit regenerativen Maßnahmen en masse....

Victoria ist leider auch noch etwas gehandicapt, weil sich die schnellen Waden immer wieder verhärten. Sie verzichtete daher auf die sonst üblichen Hürden und gewann den flachen 100er überlegen in 12,07. Dies bedeutet einen sehr guten Saison-Einstieg, auch wenn sie noch lieber einen 11er gesehen hätte. Allerdings herrschte auch leichter Gegenwind.
In der Staffel legte sie einen weiteren guten Sprint hin und damit den Grundstein für den zweiten Platz hinter Krems in 48,38. Insgesamt reichte es für die DSG dadurch für einen sehr guten 3. Rang anstatt des schon befürchteten vierten. (Wie immer sollte man vor der Staffel, nicht allzu viel auf den Zwischenstand geben. Ein Mißgeschick bei den St. Pöltnern in letzter Sekunde hat das wieder bewiesen.)

Auch Marion durfte in der ULC-Staffel nochmal Gas geben und einen Kurvensprint absolvieren. Mehr als der 6. Platz schaute dabei nicht raus, aber der Trainingseffekt für den 200er im Siebenkampf ist auf jeden Fall wertvoll. Somit fand ein langer und sehr Mehrkampf-relevanter Tag einen schönen Abschluss.

Detail am Rande: Aus den klebrig-stinkigen Erfahrungen der letzten Jahre haben offenbar einige Athletinnen gelernt. So war bei der traditionellen Team-Siegerehrung allemeine Flucht-Bereitschaft vor eventuell übermütigem Umgang mit den überreichten Sektflaschen zu beobachten....