Es war das Wochenende der 6. und 7. Plätze – bei strahlendem Sonnenschein und größtenteils sehr guten Bedingungen.
Den Anfang machte Marion mit 1,60 im Hochsprung. Lisi war noch als Coach im Einsatz und konnte auch ganz gute Versuche bei 1,65 beobachten, bevor sie sich dann an ein freudiges Experiment wagte: Endlich machen die Sehnen wieder so halbwegs mit und ließen zumindest 4 Weitsprungversuche zu. Mit leicht verkürztem Anlauf und eigentlich ohne Techniktrainings wenn man von einem vorsichtigen Anlauftest letzte Woche mal absieht, tastete sie sich heran und sicherte sich die Finalteilnahme. Mit 5,52 gelang ihr dann auch eine ansprechende Weite. Bald sollte wieder deutlich mehr drin sein, denn mit der Landung war Lisi noch ziemlich unzufrieden, aber fürs erste Mal nach so langer Zeit - ein schöner Beginn!
Danach – und schon bei zunehmender Dämmerung – startete Marion in ihrer Lieblingsdisziplin, dem Speerwurf, wo sie sich viel vorgenommen hatte. Den ersten Vorsatz, nämlich mit einer guten Weite einzusteigen, setzte sie souverän um: 42,39 im ersten Versuch reichten für eine weitere Platzierung. Die folgenden fünf Versuchen waren aber leider allesamt kürzer, was insofern ein bissl traurig ist, als Marion sich körperlich extrem gut in Form fühlte. Durch technische Mängel, wie einen viel zu großen Anstellwinkel, traf sie die Würfe leider nicht mehr wirklich. Da nutzt dann der schnellste Zug nichts mehr. Der große Wurf kommt also erst beim Mehrkampf – vielleicht ist das eh noch besser!
Am zweiten Tag ereilten uns dann die 7. Plätze. Während Lisi mit 11,48m in der Kugel alles andere als zufrieden war, konnte Marion wieder einmal in ein Hürdenfinale bei Staatsmeisterschaften vordringen. Dies hatte allerdings weniger mit ihrer Leistung (der Vorlauf misslang gründlich) als mit der geringen Teilnehmerzahl zu tun. Im Endlauf steigerte sie sich allerdings um mehr als 3 Zehntel auf 15,42 und empfand dies als durchaus versöhnlich.
Kleiner Wehmutstropfen am Rande: Die überkorrekte Organisation der Meisterschaften war zwar im Großen und Ganzen erfolgreich, ging aber an den Bedürfnissen der Athleten und damit am sportlichen Mehrwert wiedermal vorbei. Im Linzer Stadion gibt es zum Beispiel mehrere Weitsprunganlagen, die es ermöglichen, auf die Windverhältnisse Rücksicht zu nehmen. Dessen ungeachtet wurde nur eine Grube hergerichtet, und sowohl Frauen als auch Männer mussten mit Gegenwind springen.
Und Stellplatzzeiten, die deutlich vor dem jeweiligen Meldeschluss liegen, sind wohl auch eher nicht zielführend.
Positiv aufgefallen ist allerdings, dass diesmal das Speerwurf-Kampfgericht im Sektor draußen pragmatisch und im Sinne der Athleten, sich mehr auf die Weiten konzentrierte, als darauf, unbedingt jeden Wurf sofort ungültig zu geben, der nicht stecken blieb. |